Nachhaltige Technologie
Der Weg zu Innovation
Willkommen bei TRAINS, dem Innovationsprojekt für die Bahntechnologie von morgen. In der traditionsreichen Industrieregion Anhalt verbindet TRAINS nachhaltige Mobilität, moderne Bildung und regionale Perspektiven. Wir informieren Sie hier über aktuelle Tätigkeitsfelder und Projekte wie zum Beispiel der innovativen Wasserstoffmobilität.
Highlight bei TRAINS ist die neue virtuelle Lernwerkstatt, ein Ort, an dem Wissen nicht nur vermittelt, sondern interaktiv erlebt wird. Im Technik-Hub wird sichtbar, was moderne Züge antreibt und wie Technik funktioniert. Der Karriere-Hub führt durch vielfältige Berufswelten und gibt interessante Informationen preis. Erforschen Sie den Weg neuer Technologien und finden Sie heraus, wie Sie Ihr Wissen in der realen Welt anwenden können!

Lernwerkstatt

Die Zukunft der Region
Infos zum Projekt
Die Bahntechnik prägt Anhalt seit über 150 Jahren. Mit dem TRAINS-Bündnis wird dieses Erbe neu gedacht. Im Fokus steht die Umrüstung bestehender Triebzüge von Diesel auf Methan- und Wasserstoffantriebe aus erneuerbaren Energien. Ergänzt wird dies durch digitale Innovationen wie Industrie 4.0 und KI-gestützte Instandhaltung, die den Zugbetrieb effizienter und sauberer machen. So entsteht eine neue Wertschöpfungskette, die Fachkräfte fördert, Arbeitsplätze sichert und Anhalt im europäischen Schienenfahrzeugmarkt stärkt.
In der virtuellen Lernwerkstatt wird moderne Zugtechnik anschaulich erklärt und Berufsfelder der MINT-Branche vorgestellt werden. TRAINS verbindet Tradition, Innovation und regionale Entwicklung – für eine nachhaltige Zukunft auf Schienen.
TRAINS Partner
Ein starkes Bündnis
Das TRAINS-Bündnis vereint die Kräfte von Wirtschaft, Forschung und Bildung, um die Bahntechnologie von morgen aktiv zu gestalten. Unter der Koordination des Vereins Bahntechnologie Dessau e.V. und der Hochschule Anhalt arbeiten mehr als 50 Unternehmen, Institutionen und Akteure Hand in Hand.
Das Ziel besteht darin, die traditionellen Stärken der Region Anhalt zu nutzen, um neue Maßstäbe in den Bereichen innovative Bahntechnik und nachhaltige Wasserstoffmobilität zu setzen. Die Partner bringen ihr Know-how aus unterschiedlichsten Bereichen ein – von Forschung und Entwicklung über Produktion bis hin zu Bildung und Qualifizierung. Gemeinsam entsteht ein Netzwerk, das den regionalen Strukturwandel vorantreibt.

Unsere Bündnis- und Kooperationspartner

Projekt TRAINS
Teilvorhaben
Innerhalb des Projekts TRAINS verfolgen die über 50 Partner verschiedene Teilvorhaben, die sich gegenseitig ergänzen und die gemeinsame Vision voranbringen. Im Mittelpunkt stehen neue Antriebstechnologien auf Basis von Methan und Wasserstoff, die Entwicklung digitaler Prozesse für intelligente Zugwartung sowie innovative Konzepte für eine saubere, bedarfsgerechte Mobilität im ländlichen Raum. Jeder Partner leistet mit seinem Fachwissen einen Beitrag – von technischen Lösungen bis hin zu praxisnahen Bildungsangeboten in der virtuellen Lernwerkstatt. So entsteht ein großes Ganzes.
Projektstarts & Meilensteine
Die Jahreszahlen markieren jeweils den Beginn eines Teilvorhabens im TRAINS-Bündnis.
Seit der Gründung im Jahr 2019 hat TRAINS zahlreiche Projekte angestoßen, die die Bahntechnologie in der Region Anhalt neu denken. Jeder Meilenstein steht für den Start eines innovativen Vorhabens – von alternativen Antrieben über digitale Wartung bis hin zu Bildungsinitiativen. Der Zeitstrahl zeigt, wann die einzelnen Ideen ins Rollen kamen und wie sie gemeinsam die Zukunft auf Schienen gestalten.
UV31: Bündnismanagement
Das Umsetzungskonzept des TRAINS-Bündnisses umfasst 11 insgesamt Teilvorhaben, die für sich genommen geschlossene Verbundvorhaben sind. Hinter dem Verbund steht ein breit aufgestelltes Bündnis aus dem größten Teil der traditionell gewachsenen Bahntechnik-Branche sowie junger mittelständischer Unternehmen in Anhalt, regionaler und überregionaler Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, einem internationalen Bahnmarkt-Fachberater und (Verkehrs-)Strukturplaner, einem regionalen Bahnbetreiber, Wasserstoff- und Motorlieferanten, der IHK und Wirtschaftsförderungsgesellschaften, dem Umweltbundesamt in Dessau sowie von Partnern aus der regionalen Politik. Gesamtziel ist es durch die Umsetzung der Gesamtstrategie Anhalt national sowie international als innovative Region zu entwickeln.
Das Zusammenwirken der einzelnen Umsetzungsvorhaben im Sinne der Gesamtstrategie und die zielgerichtete und planmäßige Umsetzung aller strategischen Maßnahmen steht daher im Fokus dieses Teilvorhabens. Zudem soll durch Kommunikation der technischen und gesellschaftspolitischen Erfolge eine positive nationale und internationale Wahrnehmung des Bündnisses TRAINS hervorgerufen werden. Wichtig ist dabei auch der Erfahrungsaustausch mit den anderen Wir!-Bündnissen in anderen Regionen.
Die Realisierung erfolgt durch die sogenannte GOSPA-Methode, die als Vorgehen in komplexe Projekte oft von Firmen angewendet wird.
2019
UV11: Studien zu Diesel-Ersatzlösungen für Bestandstriebzüge
Dieselbetriebene Lokomotiven sind besonders auf nicht elektrifizierten Strecken im Einsatz, auf denen ein elektrischer Oberleitungsbau nicht wirtschaftlich ist. Allerdings sind Betreiber und die Gesellschaft daran interessiert, ökonomische und ökologische alternative Ersatzmöglichkeiten zu finden. Dies ist mit den gegenwärtig größtenteils im Einsatz fahrenden Dieseltriebzügen nicht möglich. Der inzwischen realisierte Brennstoffzellenantrieb ist zwar ein hochinnovativer Antrieb, hat aber den Nachteil, dass er nicht für bestehende Dieselmotoren eingesetzt werden kann. Zudem benötigt die Brennstoffzelle hochreinen Wasserstoff. Eine Alternative stellt der Gasmotor dar. Er ist nicht nur leichter als Brennstoffzellen, sondern benötigt auch keinen reinen Wasserstoff, da ein Gemisch aus Erdgas und Wasserstoff eingesetzt werden kann. Der Ersatz der Dieselmotoren durch Gasmotoren und die Hybridisierung bieten die Möglichkeit, Schadstoffemissionen wie Stickoxide und Kohlendioxidemissionen signifikant zu verringern. Durch den Einsatz von grünem Wasserstoff aus Windkraft- oder Solaranlagen können Kohlendioxidemissionen sogar in der Summe völlig vermieden werden. Das Ziel des Vorhabens ist es demnach, durch Forschung und Entwicklung zu Gasverbrennungsmotoren ihren Einsatz in Diesellokomotiven zu realisieren. Die Ergebnisse sollen die theoretischen Basisdaten und technischen Voraussetzungen für die Umsetzung des Antriebs liefern. Das Vorhaben trägt somit seinen Beitrag zur Erreichung der klimapolitischen Zielsetzung Deutschland und wird dabei helfen, bis 2030 die Luftqualität für Menschen in der Region zu verbessern. Die Umrüstung auf ökologische Motoren soll zu moderaten Kosten erfolgen, wodurch eine neue Wertschöpfungskette für die kleinen und mittelständigen Unternehmen in der Region Anhalt generiert wird und neue Arbeitsplätze geschaffen werden können.
UV13: TRAINS Innovation & Service Center
Zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten und um den ländlichen Raum als Wohn- und Arbeitsort attraktiv zu gestalten, müssen neue Lösungsansätze entwickelt werden. Die technologische Basis für Deutschlands Zukunftskompetenzen sollen laut der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung Schlüsseltechnologien wie Industrie 4.0, Internet-of-Things (IoT), Big Data und Maschinelles Lernen sein. Ziel ist es daher, in einer Durchführbarkeitsstudie eine Konzeption für den Aufbau, die Ausstattung und den Betrieb eines bahntechnologischen Innovationszentrums zu erarbeiten. Dieses TRAINScenter soll als infrastrukturelle und wissenschaftlich-technische Basis für kleine und mittelständige Firmen der Bahntechnikbranche gegründet werden, das Innovationen durch kooperative Forschung und Entwicklung mit der Hochschule Anhalt und anderen Forschungseinrichtungen ermöglicht. Das Center soll zur Realisierung der Potenziale in den TRAINS-Innovationsbereichen beitragen, wobei Forschungs- und Entwicklungsprojekte die Bahntechnologie in der Region Anhalt nachhaltig gestärkt werden. Das neue Zentrum wird innovative Technologien, interessante und sichere Arbeitsplätze bieten und damit die Attraktivität der Region Anhalt als Arbeits- und Wohnregion nachhaltig stärken, wobei die Kompetenzen in den digitalen Schlüsseltechnologien der Hightech-Strategie in Anwendung für Predictive Maintenance und Obsoleszenzmanagement gebündelt werden und in Testlaboren die Prüfung und die Qualifizierung von bahnspezifischen Ersatzteilen möglich sein wird. Die Entwürfe zum TRAINScenter, die Sie auf unserer Homepage sehen, wurden mit Hilfe von AOC – Die Stadtentwickler und SFK architekten partgmbb erstellt.
2020
UV12: Digitale Methoden für vorausschauende Instandhaltung von Schienenfahrzeugen
Ermüdungserscheinungen lassen sich durch Betriebsfestigkeitsnachweise beurteilen. Der Test hat jedoch Fehler, sodass Schäden nie vollkommen ausgeschlossen werden können. Der Nachweis liefert vielmehr Aussagen einer statistischen Wahrscheinlichkeit eines Schadens. Für die Beurteilung im Fahrzeugbereich ist dieses jedoch problematisch, da hier die Anforderungen zur Berechnung der Einsatzzeiten von technischen Systemen zur Verlängerung der Einsatzzeiten dienen sollen. Die Sicherheit der voraussagenden Methoden hat deshalb hier einen besonderen Stellenwert, vor allem beim Antriebsstrang von Schienenfahrzeugen, da dieser ein besonders hohes Optimierungspotenzial im Sinne der Instandhaltung aufweist. Die Hauptnotwendigkeit der Wartung liegt in der hochdynamischen, schwingenden Belastung aller Komponenten als deren Konsequenz Ermüdungsschäden an einzelnen Komponenten auftreten können.
Das Gesamtziel des vorliegenden Verbundvorhabens ist es, die digitalen Methoden des Industrie 4.0, Big Data-, IoT- und Cloud-Technologien und die Datenauswertung mit Methoden des maschinellen Lernens in die Schienenfahrzeuginstandhaltung einzuführen, um daraus vorausschauende Instandhaltungsintervalle ermitteln und sowohl die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer der Fahrzeuge zu maximieren. Dadurch können Wartungs- und Betriebskosten minimiert werden. Das komplexe Vorhaben wird insgesamt von 9 Partnern durchgeführt, die sich neben der Einführung von „HealthMonitoring“ in Triebwagen auch mit der Etablierung von Maschinellem Lernen für die Datenauswertung beschäftigen.
UV14: Effiziente gasmotorische Antriebssysteme für Triebzüge
Für Dieselmotoren in Triebzügen sollen baldmöglichst ökonomische und ökologisch nachhaltig wirksame Ersatzmöglichkeiten gefunden werden. Der Fokus lag in der Branche bisher auf der Umstellung von Dieselmotoren auf Brennstoffzellen. Die Umbaumaßnahmen erfordern jedoch erhebliche Änderungen im Fahrzeugbau. Diese sind meist nur in Neubauzügen realisierbar. Eine wirtschaftlich interessante Alternative stellt die Umrüstung von Diesel-getriebenen Bestandszügen auf Gasmotoren dar. Die Vorteile der Umrüstung liegen bei der hohen Ähnlichkeit von Gas- und Dieselmotoren, wodurch die Anschaffungskosten und der Ressourcenbedarf verglichen zu Brennstoffzellen ökonomisch sinnvoller sind. Weiterhin können typische Nachteile von Brennstoffzellenantrieben, wie ihre relative geringe Lebensdauer und hohe Reinheitsanforderungen des Wasserstoffs, durch den Einsatz von Verbrennungsmotoren vermieden werden.
Das Gesamtziel des Vorhabens ist es, eine innovative Motorsteuerung für den Erdgas-Wasserstoff-Mischbetrieb von Verbrennungsmotoren zu entwickeln, um sie in Bestandstriebzügen ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu einzusetzen. Schwerpunkt des Vorhabens ist daher die Entwicklung eines gänzlich neuen Brennverfahrens im Motor, welches mit beliebigen Verhältnissen aus Wasserstoff und Erdgas umgehen kann. Dieses soll durch geeignete Software umgesetzt werden, welche ohne Einwirkung des Fahrers das Gemisch erkennen und die nötigen Parameter der Motorsteuerung anpassen soll. Das komplexe Projekt wird in mehreren Teilprojekten realisiert, die sich mit der Umrüstung der Dieselmotoren auf Methan-/Wasserstoff-Verbrennung beschäftigen, Forschung zur Betriebssicherheit betreibt und neue Tanksysteme entwickelt.
UV16: Innovatives Obsoleszenzmanagement
Instandhaltung und Wartung von Schienenfahrzeugen werden anhand von Wartungsintervallen geplant und durchgeführt. Oft werden dabei Teile ausgebaut, die nicht mehr im Original beschafft werden können. Dieses kann daran liegen, dass der Hersteller nicht mehr am Markt ist, oder weil die Teile nicht mehr den aktuellen Vorschriften oder technischen Anforderungen entsprechen oder die Sicherheit nicht mehr erfüllen. Ein weiterer Grund ist auch der Umweltschutz (bspw. Blei, Asbest, Mineralfaserstoffe, usw.). Das sogenannte „Obsoleszenzmanagement“ reduziert oder vermeidet die Folgen einer Nichtverfügbarkeit von Werkteilen. Es ist daher eine Notwendigkeit zur Vermeidung von Engpässen und reduziert das Risiko des Ausfalls von Eisenbahnfahrzeugen. Der Ersatz von ursprünglich zugelassenen Teil- oder Gesamtsystemen unterliegt einem umfangreichen Evaluations- und Zulassungsverfahren.
Das Ziel des Vorhabens ist es, digitale Methoden der Industrie 4.0 und additive Fertigung (3D-Druck) in die Schienenfahrzeuginstandhaltung einzuführen, um die Zuverlässigkeit und damit die Lebensdauer der Fahrzeuge zu maximieren und die Betriebskosten zu minimieren. Dieses soll durch die Anwendung von digitalen Methoden für den Nachbau von mechanischen und softwareintensiven elektronischen Systemen in Schienenfahrzeugen vertieft werden. Somit soll es möglich sein, von nicht mehr beschaffbaren („obsoleten“) Originalbauteilen unabhängig zu werden. Die so entstehenden äquivalenten Ersatzkomponenten müssen qualifiziert und zugelassen werden können. Das Vorhaben „Innovatives Obsoleszenzmanagement“ wird insgesamt in drei ineinandergreifenden Projektteilen durchgeführt, die sich thematisch mit Konzepten für äquivalenzsicheren Ersatz von mechanischen Bauteilen, Elektronik und Software, und der formalen Äquivalenzsicherung für nachgebaute Ersatzteile beschäftigen.
2021
UV15: Triebzug Demonstrator mit H2 Verbrennung und Health Monitoring
Das Verbundprojekt „Triebzug-Demonstrator mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor und Health Monitoring“ (TRAINS UV15) verfolgt das Ziel, bestehende Dieseltriebzüge – insbesondere des Typs Alstom Lint 41 – auf einen innovativen Wasserstoff-Verbrennungsmotor umzurüsten. Neben der Entwicklung eines neuartigen Motors und eines integrierbaren Tanksystems werden auch neue Ansätze zur Wasserstoffspeicherung (z. B. LOHC, Ammoniak, Metallhydrid) untersucht.
Das Projekt ist eine Kooperation von WTZ Roßlau, der Hochschule Anhalt, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und weiteren Partnern und wird im Rahmen des Programms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf der Entwicklung moderner Monitoring- und Wartungskonzepte für den Betrieb und die Instandhaltung der umgerüsteten Fahrzeuge.
UV19: Innovatives Obsoleszenzmanagement
Das Projekt UV19 entwickelt Strategien für den Umgang mit veralteten mechanischen und elektronischen Komponenten in Schienenfahrzeugen. Ziel ist es, moderne Ersatzlösungen zu schaffen, die funktional gleichwertig sind und den Anforderungen der Branche gerecht werden – etwa bei verlängerten Fahrzeuglaufzeiten, Fachkräftemangel und wachsendem Güterverkehr.
Das Verbundprojekt wird gemeinschaftlich von der Hochschule Anhalt, der SLV Halle GmbH, dem Forschungszentrum Ultraschall gGmbH, Railistics GmbH und weiteren Partnern getragen.
Ein Schwerpunkt liegt auf mechanischen Bauteilen, die per additiver Fertigung hergestellt werden. Hier werden Verfahren zur Qualitätssicherung und Zulassungsfähigkeit erarbeitet, um die Einsatzbereitschaft solcher Teile zu verbessern und die Einstiegshürden für Anwender zu senken.
Parallel dazu entstehen Konzepte für den Ersatz elektronischer Komponenten, etwa durch den Einsatz von FPGAs in nicht sicherheitskritischen Baugruppen. Ergänzend wird ein standardisierter Obsoleszenzmanagement-Prozess anhand eines Praxisbeispiels entwickelt.
Die beteiligten Partner bringen ihre Expertise in Forschung, Entwicklung und Anwendung ein, um gemeinsam innovative Lösungen für ein zukunftssicheres Obsoleszenzmanagement im Schienenfahrzeugbau zu schaffen.
UV22: Nachwuchskräftesicherung für die Bahntechnikbranche
Die demografischen Strukturen der Region Anhalt zeigen deutlich, dass in naher Zukunft ein erheblicher Mangel an Fachkräften und Nachwuchskräften eintreten wird, da die Anzahl erwerbstätiger junger Menschen durch Wegzug stetig abnimmt. Die im TRAINS-Bündnis beteiligten Firmen, die Hochschule Anhalt und die unterstützenden regionalen Kompetenzträger müssen durch vielfältige strategische Maßnahmen in der Gesellschaft und jeden Alters den Ausbau der Bahntechnikbranche und die Verjüngung der Mitarbeiterschaft fördern.
Ziel des Bündnisses ist es daher, mit geeigneten Maßnahmen nachhaltig die Bevölkerungsentwicklung in der Region Anhalt positiv zu beeinflussen, um nicht nur weiteren Wegzug zu reduzieren, sondern auch zum Zuzug in die Region zu motivieren. Dabei sollen Firmen nicht nur ihre geschäftliche Zukunft betrachten und beschützen, sondern aktiv helfen, dass Jugendliche und Studierende frühzeitig Interesse an den Bahntechnologien entwickeln und ihre Zukunft in der Region Anhalt sehen. Dadurch kann dann den Kindern das in der Region Anhalt verankerte „Bahn-Gen“ weitergereicht werden, wodurch neue Generationen Interesse an der Bahntechnik haben werden. Dafür arbeiten insgesamt sechs Partner und drei Unterstützer in neun Arbeitspaketen eng zusammen, die sich mit den Themen Ausbildung, Studium und Vernetzung in der Bahntechnologie beschäftigen. Weiterhin steht die Integration weiteren Partnern und Kooperationen, die sich in das Vorhaben einbringen möchten, im Fokus, um gemeinsam die Region und die Bahntechnik neu zu formen.
2024
MINT-Aktionstag: neue Perspektiven entdecken
Mit dem MINT-Aktionstag 2025 wurde das Projekt TRAINS auch außerhalb des digitalen Raums erlebbar. In Dessau trafen Schülerinnen und Schüler auf regionale Unternehmen aus dem MINT-Bereich und erhielten Einblicke in technische Berufsbilder sowie mögliche Karrierewege. Der Aktionstag bot Orientierung, weckte Interesse und förderte den direkten Austausch zwischen Nachwuchs und Unternehmen. Die Organisation und Umsetzung des MINT-Aktionstags wurde von future Training & Consulting GmbH übernommen. Dazu zählten die Abstimmung mit den beteiligten Unternehmen, das Networking im Vorfeld sowie die Gestaltung und Verteilung begleitender Materialien. Am future Messestand wurde die neue TRAINS-Website und die digitale Lernwerkstatt vorgestellt und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen direkten Zugang zu den Projektinhalten. Der MINT-Aktionstag war eine gelungene Verbindung von Information und Erlebnis. Digitale Inhalte, persönliche Gespräche und interaktive Formate veranschaulichten MINT-Berufe und zeigten die Vielfalt beruflicher Perspektiven in der Region.

2025























